Vereingung der Meuteführer Deutschland e.V.
Baden-Württemberg

Härtzfeldmeute

Name des Meuteführers: Karl-Heinz van Rennings
Anschrift: Kirchgasse 19, 89561 Dischingen

Handy: 0160-1909770
e-mail: karlheinz.vanrennings@yahoo.de

Prüfungsbericht:

Meuteprüfung am 05.01.2016 am Hartschimmelhof in Pähl am Ammersee bei Herrn Joachim von Schöneberg

Prüfer:
Herr Heinrich Berger jun.
Herr Peter Koch

Meute von:
Karl Heinz Van Rennnings Kirchgasse 19 89561 Dischingen
Härtsfeld Meute von Hätz Watz mit 7 Hunden
Buh, Boos, Birke, Diana, Dorle, Freya, Arlien

Treffen um 08:15
Ansprache des Jagdherrn um 09:00
Jagd 09:30 bis 13:00
Hundeeinsatz 10:00 bis 12:30
Strecke: 29 Wildschweine und 5 Füchse

Revierübgreifende Drückjagd mit 3 Privatrevieren mit Beteiligung des bayrischen Staatsforst. In jedem Revierteil wurde jeweils Hundemeuten eingesetzt.

Bericht:
Um 08:15 Treffen am Hartschimmelhof mit anschließender Kontrolle der Chipnummern (2 Rüden und 5 Hündinnen) und der dazugehörigen Ausweise, Der Gesundheitszustand der Hunde war ohne jegliche Beanstandung. Bei Zugang zum Auto und anschließender Begutachtung war das Verhalten ruhig und sehr umgänglich zu Fremden. Die Ausrüstung und das Equipment auch die Hundeboxen waren hygienisch sauber und einwandfrei.

09:00 erfolgte die Ansprache durch die jeweiligen Jagdherren. Anschließend wurde in die zugeteilten Reviere mit Revierleitern gefahren.

09:45 Ankunft am Standpatz mit Revierführer Max erreicht. Alle sieben Hunde wurden mit dem Ortungssystem Garmin besendert. Dabei war das Verhalten ruhig.

Um 10:00 werden die Hunde geschnallt.

Nach ca. 5 min nach Beginn wird ein Reh in der ersten Dickung durch die Meute gemeldet und angedrückt. Vor Erreichen der 2 Dickung (5 min) kommen alle Hunde auf Rufen zurück. Herr Van Rennings schickte die Hunde in die Dickung und alle verteilten sich in ihr. Kurz darauf ertönte der 1 bis 3. Hundelaut dann Standlaut der ca. 2 min hielt. Plötzlich ein Hetzlaut, der durch die Dickung auf die Gegenseite in Richtung Hochwald zog. Nach ca. 250 Metern erneuter Standlaut auf diesen Laut folgte ein Klagen eines Wildschweins. Als wir bei dem klagenden Frischlings mit ca. 20kg ankamen den die Hunde festhielten schlugen zwei Hunde einer anderen Meute bei. Das Wild wurde durch Herrn Van Rennings mit blanker Waffe abgefangen. Der Frischling hatte einen Laufschuss vorne links. Die Hunde zeigten keinerlei Aggressionen gegenüber den fremden Hunden und dem Meuteführer beim Abfangen. Ein Schütze konnte alles ca. 15m davon entfernt auf seinem Stand live mit beobachten. Der Revierführer machte ein Video mit seinem Handy.

Der angeschossene Frischling kam aus einem anderen Revierteil und schob sich in diese Dickung ein. Nach kurzer Zeit und Kontrolle der beteiligten Hunde, ging es zum nächst größeren Fichtenanflug bei moorigen Bodenverhältnissen. Es ging ein Funkspruch eines Hundeführers über das Wake Toki aus dem Staatsrevier ein das ein grobes Wildschwein mit einem Frischling unterwegs in unsere Richtung sei. Diese beiden hatten andere Hunde hinter sich. Nach ca. 8 min ertönte Hundelaut (mehrere Hunde). Dieser Laut kam aus der Richtung 11 Uhr und ca. 300m Entfernt. Die Hunde liefen nun in diese Richtung und schlugen bei. Nach kurzer Zeit erklang ein größerer Standlaut im angrenzen Revier. Durch das Garmin Ortungssystem konnte die Entfernung der Hunde auf ca. 700m im Nachbarrevier bestimmt werden. Durch den Funkspruch von Caspar v. Schöneberg (Revierführer) und dessen Hundeführer hatte sich eine über 100kg schwere Bache mit einem Frischling ca. 30kg nach Stellen der Hunde in die Dickung eingeschoben und wurde von den Hunden gestellt. Der Frischling wurde von der Bache aus der Dickung ausgeschoben und von den Hunden gebunden und konnte vom anderen Hundeführer abgefangen werden.

Die aggressive Bache machte währenddessen einen (Schein) Angriff auf den Revierführer der sich sicherheitshalber auf den nächsten Schützenstand flüchtete. Bei dieser Aktion waren Hunde aus der zu prüfenden Meute und 3 weiteren Meuten beteiligt. Die Hunde der Härtzfeld Meute Hätz Watz waren eigenes für die Prüfung markiert und gut erkennbar. Die Rüden Buh und Boos nahmen die Spur der Bache auf und folgten dieser im Nachbarrevier. Im weiteren Verlauf wurde die Bache von zwei Schützen gesehen. Die Hündinnen Birke, Diana, Dorle, Freya und Arlien kehrten zurück zu ihrem Führer.

Nach nochmaliger Überprüfung auf Verletzungen (Negativ) folgte ein Schilfgebiet mit Hochmoor. Es ertönte ein Laut und ein Schalenwild (Reh) wurde angedrückt. Nach kurzer Zeit erklang ein weiterer aggressiver Laut im Schilf. Andere Hunde die sich in der Umgebung befanden schlugen ins Schilf bei und sprengten eine Rotte in alle Himmelsrichtungen aus. Es waren Schüsse in allen Richtungen zu hören. Wir machten darauf eine Pause und wartenden bis sich die Hunde wieder beim Hundeführer sammelten und nach einer kurzen Überprüfung (Negativ). In der Zwischenzeit fielen im Nachbarrevier Schüsse. Auf dem Garmin und durch Befragung der Schützen konnte die Beteiligung der beiden Rüden bestätigt werden. Auf Rufen kamen die ersten beiden Hündinnen zurück, 3 Hunde auf 150- 300 Meter Richtung Hundeführer. Der Revierleiter geht mit Uns auf dem kürzesten Weg zum Auto zurück. Es wird noch ein Reh hochgemacht. 2 Hündinnen jagen kürzer und kommen mit uns am Auto an. Wir erreichen das Fahrzeug im ca. 12:30. Innerhalb von 5-10 Minuten kommen auch die anderen 3 Hündinnen zum Auto. Kurz vor Jagd ende fallen im Nachbarrevier nochmals Schüsse. Nach Blick auf das Garmin jagen die Beiden Rüden ca. 400 Meter entfernt noch.

Um 13:00 ist die Jagd mit dem Signal Hahn in Ruh beendet. Um 13:10 ist ein Rüde Buh unterwegs in Richtung des Autos. Und konnte beim Fahren eingesammelt werden. Der zweite Rüde Boos entfernt sich in Richtung des Golfplatzes als die Funkverbindung zum Halsband abreißt. Daraufhin konnte Ich Karl Heinz überzeugen gleich mit dem Fahrzeug zufahren und nachzusehend. Da mir die letzen zwei Jahre bei derselben Drückjagd ebenfalls die Funkverbindung bei zwei Hunden im selben Gebiet abriss, es ergab sich das sie einmal eine sogenannte Hundeflüsterin das Halsband ausschaltete, die Schutzdecken entfernte und die Hunde einpacken und mitnehmen wollte und durch Zufall durch Herrn Koch gesehen wurde als sie sich mit den Hunden in der Dickung verstecken wollte. Jahr darauf nahm die Hunde eine Joggerin mit. Die gerade ins nächste Thal mit einer Hochspannungsleitung wechselte.

Wir fuhren also in Richtung des letzten Funksignals. Am Wald Ende ca. 600 Meter auf dem Sandweg in Richtung des nächsten Dorfes. Dort erblickten wir einen Fußgänger mit dem Rüden im Schlepptau. Dieser Mann hatte den Hund im Wald eingefangen „und dachte er wäre entlaufen". Am Hof angekommen. Wurden alle Garmin Halsbänder ausgeschaltet und die Sichtdecken entfernt auch hier war das Verhalten der Hunde tadellos. Es konnten auch hier keine Verletzungen festgestellt werden.

Großenpinning 02.02.2016
Heinrich Berger jun.
Peter Koch