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 Prüfungsberichte
01.11.10 - Prüfung der "HELDEN-HEIM MEUTE" von Peter Koch (12 Hunde)
Prüfungsobmann der VdMFD H. Crone, 2. Richter H. Berger
Hunde sind ruhig und gelassen im Transporter und warten auf Ihren Einsatz. Nach 5 Min. Arbeit, Spur laut, Damwild und Rehwild verlässt den Maisschlag. Die Hunde drehen nach 50 m vom Wild ab und gehen wieder, ohne Kommando oder Pfiff, an die Sauen ran. Die Bache mit Frischlingen und Überläufer-Keiler verlassen, nach mehrmaligem lautem Bedrängen, einzeln den Maisschlag. Alle Sauen werden beschossen, aber gefehlt. 3 Junghunde bestehen die Prüfung nicht.

01.11.2010 - Prüfung der "SIMMERLMEUTE" von Heinrich Berger (19 Hunde)
Prüfungsobmann der VdMFD H.Crone, 2. Richter Peter Koch
Die Hunde werden direkt neben einer Jungviehherde aus dem Hänger gelassen und ignorieren die auf 3 m stehenden Fersen total und nehmen gleich den 20 ha großen Maisschlag an. Aber nichts los, bis auf einen Keiler, der unbeschossen davon kam. Die Arbeit war nicht Bewertbar! Bei dem zweiten Trieb gaben die Hunde nach wenigen Minuten laut und nach fünfmaligem Durchgehen wurden die Sauen gesprengt und verließen einzeln den Mais. Vier wurden erlegt. Bei dem Verladen der Hunde gaben 2 Terrier nochmals Gas und drückten einen Keiler aus der angrenzenden Dickung raus, der eben falls erlegt wurde. Vorkommendes Rehwild wurde von der Meute nicht gearbeitet. Eine Althündin bestand die Prüfung nicht.

22.11.2010 - Prüfung der "SPESSART-STÖBERHUNDE" von Jürgen Geis im Saupark Springe (8 Hunde)
Prüfungsobmann H. Fahrer, 2. Richter Chr. Kühne, Richteranwärter Tobias Bierschenck
Hunde verhalten sich bis zu ihrem Einsatz ruhig im Auto. Nachdem sie aus dem Fahrzeug kommen, kriegen sie sofort Wind von einer unterhalb des Weges liegenden Sau und stellen diese sofort, ohne dass wir die stellenden Hunde in der Mulde sehen können. Der Meuteführer geht den Laut an und muss sofort in Notwehr schießen, da Ihn ein ca. 150 kg Keiler annimmt. Die Meute arbeitet nach diesem Vorfall aber kurz darauf sehr Führerbezogen weiter, einige Hunde kurz, andere suchen weiter. Erst bei Wildkontakt entfernen sich alle Hunde mit dem Schwarzwild. Stellen in den Buchenrauschen mehrfach Sauen, bringen diese vorwärts und sind nach ca. 25 Min. zurück. Fremde auftauchende Hunde werden ignoriert. Zum Ende des Treibens wird in den Brombeeren noch mehrfach am SW gejagt und die Sauen vorwärts gebracht. Wildschärfe ist bei den nicht Kopflos angreifenden Hunden ausreichend vorhanden. 15 Min. Nach Ende der Jagd sind alle Hunde bei Ihrem Führer. Nach Aussage der Schützen wurde noch mehrfach vor den Hunden SW gestreckt. Meute ist gehorsam und lenkbar.

22.11.2010 - Prüfung der "STEFAN-MEUTE" von Stefan Fick im Saupark Springe (17 Hunde)
Prüfungsobmann H. Fahrer, 2. Richter Chr. Kühne, Richteranwärter Tobias Bierschenck
Hunde sitzen alle zusammen im Auto ohne Boxen und Halsbänder und verhalten sich äußerst ruhig. Nach öffnen der Tür verlassen die Hunde erst auf Kommando den Wage und folgen geschlossen Ihrem Meuteführer. Am Dickungsrand suchen die Hunde auf Befehl voran und entfernen sich ca. 50 bis 200 m. Kurz darauf werden die Hunde laut und verfolgen eine Sau von ca. 40 kg, fassen und halten, so dass die Sau abgefangen werden kann, Sau hatte einen frischen Vorderlaufschuss. Auf Kommando lassen die Hunde sofort ab und suchen weiter. Kurz darauf jagen die Hunde an drei Sauen und bringen die Sauen aus dem Treiben vor die Schützen und sind nach 10 Min. zurück. Auf dem Rückweg im Treiben finden die Hunde erneut eine krank geschossene Sau und halten auch diese, bis der Meuteführer die Sache beenden kann. Mit Beendigung des Treibens sind alle Hunde um Ihren Führer und sind nach dem Füttern auf Kommando alle im Auto verschwunden. Fremde Hunde werden nicht beachtet. Diese Meute ist absolut gehorsam und in jeder Situation lenkbar. Nachbericht: Während der Prüfung der 2. Meute erreichte uns leider die Nachricht von der Spessart Meute das einer der am Morgen geprüften Hunde am Mittag von einem Keiler erschlagen war.

Prüfung der "Sauerländer Stöberhunde" von Ralf Otterstedde
Prüfungsobmann der VdMFD Hubertus Crone
Beim Ablesen der Chipnummer konnte direkt in die Transportboxen gegriffen werden ohne dass man danach seine Finger hätte nachzählen müssen. Alle Hunde sind bestens sozialisiert, auch anderen Hunden gegenüber die wir später im Treiben trafen. Im ersten Trieb waren keine Sauen vorhanden, dafür aber Rehwild. Es war schön zu sehen, wie einige Hunde sichtig die sehr kurze Verfolgung aufnahmen und dann ohne Kommando wieder beidrehten. Die mitgeführten Bracken kamen später auch auf die frische Rehfährte, gaben kurz Spur laut und drehten überraschenderweise auch nach ein paar Fluchten wieder bei. Alle Hunde sind Führerbezogen und suchen ständig den Kontakt. Bleibt der Hundeführer stehen sammeln sich in kurzer Zeit seine Hunde und gehen dann auf Kommando wieder in der gewünschten Richtung vorwärts. Im zweiten Trieb war dann genügend Schwarzwild zu Hause und wurde sauber von den Hunden gearbeitet. Rotten wurden gesprengt, welches aber dann bei der Suche von noch vereinzelten Stücken die weitere Arbeit nicht gerade einfacher machte. Vereinzelte gesunde Sauen wurden gefunden und in Bewegung gebracht, Stücke die sich stellten wurden verbellt aber nicht gefasst, erst beim Zukommen des Hundeführers wurde das Schwarzwild flüchtig und spur laut verfolgt, bis dann wieder Schüsse fielen. Alle Hunde arbeiten mit sicherem Spur laut, Sichtlaut konnten die Richter nur dreimal einordnen. Am Ende des Treibens dauerte es ca. 15 Minuten bis alle Hunde wieder vollzählig und gesund am Transporter waren.

Prüfung des Laikarudels "vom Elbenblut" von Heinz Fahrer
Prüfungsobmann der VdMFD Hubertus Crone, 2. Richter M. Duft
Alle Hunde "vom Elbenblut" wurden morgens mit GPS-Halsbändern versehen und nahmen dies in aller Ruhe hin, Nervosität oder hektisches Gekläffe war Fehlanzeige, alles verlief absolut routiniert. Beim Ablesen der Chipnummer ließen sich die Hunde freudig von den ihnen fremden Personen berühren. Am Zielpunkt des ersten Treibens wurden einige Hunde angeleint und zum Schnallpunkt geführt, dort angekommen und ab geleint ging die Fuhre ab. Nach kürzester Zeit fielen, in allen Himmelsrichtungen verteilt, mehrere Schüsse. Die Laiki's jagen ohne erkennbare Führerbindung absolut selbstständig, sind aber am Wendepunkt des Treibens wieder beim Hundeführer, um das Treiben noch mal zurückzunehmen. Gesundes Schwarzwild wurde von einzelnen Hunden gestellt aber nicht gefasst. Beim Zukommen der Hundeführer ergriffen die Sauen die Flucht, erst als Standlaut aus dem Gegenhang erklang und ein Hundeführer an den Bail heran kam, fassten die Laiki's beherzt zu, als sie den Hundeführer wahrnahmen. Sie hielten einen 90 kg Keiler, welcher beide Vorderläufe durchschossen hatte und ermöglichte so, den erlösenden Fangstoß des Hundeführers. Vorkommendes Rehwild wurde kurz angejagt, aber nicht gehetzt. Die daran beteiligten Hunde waren unter 5 Minuten wieder zurück. Verendete Stücke wurden von den Hunden ignoriert. Interesse an den anderen Hunden, die sich teilweise im Trieb dazugesellten, wurden wahrgenommen, aber weder begrüßt noch bedroht. Am Ende des Treibens fehlten 4 Laiki's. Diese wurden aber, dank GPS, schnell geortet und ihnen der Weg abgeschnitten, da sie an einer angeschweißten Sau arbeiteten, die es wohl beabsichtigte, ins nächste Revier zu wechseln. Ein Schweißhund wurde später noch erfolgreich Fährte gelegt.

04.12.2010 Prüfung der "HUBERTUSMEUTE" von Hubertus Crone
Prüfungsobmann H. Fahrer, 2. Richter M. Duft
Überprüfung der Chip-Nummer am vorhergehenden Abend. Hunde kommen bei Beginn des Treibens temperamentvoll und voll Tatendrang aus dem Anhänger und jagen nach dem Schnallen laut an. Nach ca. 10 Min. wird eine altkranke Bache von den Hunden kompromisslos gestellt und gehalten, so dass der Hundeführer das Stück abfangen kann. Am Waldrand flüchtig abgehendes Rehwild wird wohl zur Kenntnis genommen, aber nicht angejagt. Die Meute hat sich verteilt und jagt mehrere Stücke Schwarzwild an, kurz darauf fallen Serien von Schüssen. Die Hunde jagen relativ kurz und sind immer zum Meuteführer bezogen. Bei der Jagd werden mehrfach frisch-kranke Stücke von den Hunden gefasst und von den Hundeführern abgefangen. Die Schärfe der Hunde am Schwarzwild ist beeindruckend und mehr als ausreichend. Fremde Hunde wurden nicht geschnallt. Bei Ende der Jagd sind alle Hunde, bis auf 2 da. Die 2 Fehlenden waren, wie sich später herausstellt, noch an einer kranken Sau. Die Meute ist führerbezogen und lenkbar.

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